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04.08.2026
09:00 Uhr
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Echtes Foto oder KI-Fake? Wir zeigen, welche forensischen Methoden wirklich helfen und was ab August 2026 rechtlich gilt.

Ein Panzer rollt durch eine zerstörte Straße, im Hintergrund qualmt es – eine Szene aus dem Iran-Konflikt? Vielleicht. Vielleicht aber auch nur ein paar Sekunden Midjourney. Wer heute ein Pressefoto, ein Wettbewerbsbild oder ein vermeintliches Beweisfoto vor sich hat, kann sich der Echtheit immer seltener sicher sein. Im Im Mai 2026 musste die Hasselblad-Masters-Jury einen Finalisten zurückziehen, ein US-Wildlife-Award erkannte einen Eulen-Beitrag ab – und in Gerichtsverfahren tauchen inzwischen Deepfakes routinemäßig als Einwand auf.
Wir haben den forensischen Werkzeugkasten an drei aktuellen Verdachtsfällen erprobt: vom Plausibilitätscheck über Sensordaten- und Exif-Analyse bis hin zu KI-basierten Detektoren wie SightEngine, AI or Not und Brandwell.AI. Parallel ordnet Rechtsanwalt Dennis Tölle ein, welche Beweiskraft solche Analysen im Zivil- und Strafprozess haben und was die EU-KI-Verordnung ab August 2026 an Kennzeichnungspflichten bringt.
Die Befunde sind ernüchternder, als das Marketing der Anbieter vermuten lässt. Keiner der getesteten KI-Detektoren überzeugt durchgängig, mehrere liegen kaum besser als der Münzwurf. Welche Methoden zuverlässig tragen, wo selbst Profis ins Stolpern geraten und warum am Ende oft Alltagslogik das schärfste forensische Werkzeug bleibt – darum geht es auf den folgenden Seiten.